Leyhe mit Top-Resultat in Zakopane, Nachwuchs im COC- und FIS-Cup am Start

28.01.2020

Skisprung

Die DSV-Adler haben beim Weltcup in Zakopane ihren knappen Sieg aus dem Vorjahr wiederholt und deutlich übertroffen. 40 Punkte lagen Constantin Schmid, Markus Eisenbichler, der überragende Stephan Leyhe und ein wieder starker Karl Geiger am Ende mit 1.182 Punkten vor Norwegen (1.142,2) und Slowenien (1.125,0). Neben der Siegprämie von 30.000 Euro, die sich das Quartett brüderlich teilte, reichten die in der polnischen Höhle des Löwen gewonnenen Weltcuppunkte in der Nationenwertung, um auf Rang drei vorzurücken. Die inoffizielle Einzelwertung hätte an diesen Tag Stephan Leyhe mit 139+136,5 m und 310,9 Punkten knapp vor Dawid Kubacki (310,6) und Karl Geiger (305,6) gewonnen. Beim Einzelspringen, das Kamil Stoch gewann, verpasste Stephan Leyhe das Siegerpodest erneut nur äußerst knapp. Nach dem ersten Durchgang rangierte der Upland-Adler nach einem starken Sprung auf 139 Meter noch auf dem zweiten Platz. Leyhe, der laut ARD-Experte Dieter Thoma „die Ruhe selbst“ sei, stellte dies im Finale unter Beweis, auch wenn er nach 134 Metern zwei Plätze zurückfiel und das Podium mit 286,5 Punkten nur um 1,3 Punkte verfehlte. Im Gesamtweltcup kletterte der SCW-Schützling mit 385 Zählern auf den elften Platz. „Wieder der undankbare Vierte, das ist schade. Die guten Sprünge kommen jetzt häufiger, es heißt für mich weiterarbeiten, dann klappt das schon noch“, zeigte sich Leyhe optimistisch, dass es in Zukunft mit dem Podestplatz funktioniert. „Er ist super gesprungen am Wochenende, leider war er im zweiten Sprung zu spät, so hat er die Energie etwas versäumt. Er muss weiter konsequent arbeiten, dann geht sich das in Zukunft auch aus“, bilanzierte Stefan Horngacher das Abschneiden von Leyhe, der hoffentlich in der nächsten Woche in Sapporo oder dann bei seinem Heim-Weltcup in Willingen vom Podium strahlen darf. 

Michelle Göbel hat ihre Enttäuschung über das Abschneiden bei den olympischen Jugendspielen sehr gut verdaut und beim ersten von zwei Continental Cups in Rena die richtige Antwort gegeben. Die 15-jährige Willingerin war wieder von ihren Trainern aufgebaut worden und meldete sich mit 89,5+ 93,5 m und 193,6 Punkten auf Platz acht zurück und sammelte damit weitere 32 Punkte in der 2. Liga der Skispringerinnen. Auch am Sonntag zeigte sie eine überzeugende Vorstellung und belegte in der Endabrechnung Rang 12. Nach 88 Metern im ersten Durchgang steigerte sie sich im Finale auf 90 Meter. Mit insgesamt 185,0 Punkten war sie drittbeste Deutsche hinter Pia Lilian Kübler (4./214,4 Punkte ) und Pauline Hessler (5./209,4) und sammelte weitere 22 Zähler in der COC-Gesamtwertung, in der Michelle nun auf Platz 11 rangiert. Für das Nachwuchstalent steht nach dem erfolgreichen Wochenende in Norwegen, bei dem sie im Gegensatz zur Konkurrenz teilweise bis zu sechs Jahre jünger war, der erste Weltcup-Auftritt beim Heimwettkampf nächste Woche in Oberstdorf an.

Der Willinger Skispringer Paul Winter punktete nach seinem guten Auftritt in Klingenthal auch im ersten von zwei Continental Cup-Springen in Sapporo. In Japan bekam er als einer von fünf DSV-Adlern eine neue Chance, die er mit Weiten von 113,5 und 119 m sowie 151,1 Punkten am Ende auf Platz 25 in einem sehr starken Feld nutzte und weitere fünf sechs Punkte auf seinem Konto gutschrieb. Beim zweiten Continental-Cup des Wochenendes musste er allerdings bereits nach dem ersten Durchgang die Segel streichen. Sein Sprung auf 113 Meter, der ihm eine Punktzahl von 71,5 einbrachte, bedeutete am Ende den 32. Rang. Damit verpasste er den Finaldurchgang nur hauchzart, 2,6 Zähler fehlten Paul zu Rang 30. Simon Spiewok hat beim FIS-Cup in Rastbüchl seine ersten acht Zähler für die Gesamtwertung eingefahren. Beim Wettkampf am Sonntag landete der für den TuS Neuenrade startende und im Skiinternat in Willingen lebende Sportler auf dem 23. Platz. Nach 70,5 Metern im ersten Durchgang erreichte Simon das Finale als 25. Dort steigerte sich Simon auf 73 Meter und schob sich noch mit einer Gesamtpunktzahl von 210 zwei Ränge nach vorne. Lennart Weigel schied nach einem Sprung auf 70 Meter und Platz 34 äußerst knapp aus. Dieses Schicksal teilten sich beide Athleten beim Wettbewerb am Samstag, als Simon als 38. und Lennart als 45. das Finale verpassten.

Bericht: F. Weiler
Bilder: T. Mieczynski, SC Willingen

 

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