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Deutschlandpokal am Notschrei: Linus Kesper und Marie Zeutschel ganz oben auf dem Podest

10.01.2022

Biathlon

Endlich wieder Wettkampfluft schnuppern: Für die hessischen Biathleten ging’s zum 3. Deutschlandpokal in den Südschwarzwald. Bereits am Donnerstag stand der Einzelwettkampf am Notschrei an, Freitag folgte der Sprint – und da zeigte Linus Kesper (SC Willingen) bei der Jugend II eine super Leistung: Der 18-Jährige schnappte sich trotz zweier Strafrunden über die 6,9 Kilometer den Sieg im 29-köpfigen Starterfeld. Die Uhr stoppte für ihn nach 18:47,1 Minuten. Einen Tag zuvor landete der Willinger auf dem 24. Platz über 11,5 Kilometer, obwohl er die zweitschnellste Laufzeit hatte. Allerdings bremsten ihn elf Schießfehler aus. Den Sieg sicherte sich Fabian Kaskel vom SC Todtnau. „Am Donnerstag hat’s vom Laufen her sehr gut geklappt, beim Schießen hingegen weniger, da ich mich beim Rasten vertan habe, da war der Zug dann abgefahren“, sagt Linus Kesper und fügt an: „Dafür hat’s am Freitag mit dem Schießen super geklappt und auch das Laufen hat gepasst – auch dank der super präparierten Skier, die uns Dirk Fischer und Dirk Kramer, unser Wachsteam, fertig gemacht haben“, so der Willinger. „Es war zwar ein durchwachsener Start mit dem Rennen am Donnerstag, aber der zweite Wettkampf hat dann auch meine Trainingsleistung widergespiegelt. Ich bin zufrieden und gehe zuversichtlich in die nächsten Wettkämpfe.“ Für Linus Kesper stehen die Chancen jetzt gut, einen Startplatz für die Junioren-Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Soldier Hollow Ende Februar zu ergattern. Spätestens nach dem nächsten Deutschlandpokal in zwei Wochen in Oberhof dürfte die Entscheidung fallen, wer nach Amerika reisen darf.

Bei den Mädels der Jugend II sicherte sich Marie Hubl über die zehn Kilometer des Einzelwettkampfs am Donnerstag nach 36:31,3 Minuten den zehnten Rang. Die Internatsschülerin ließ fünf Scheiben schwarz – im Ziel fehlten ihr 1:51,7 Minuten auf Siegerin Marlene Fichtner. Teamkollegin Lotta Kesper ließ neun Scheiben stehen und wurde nach 39:37,9 Minuten 18. des 26-köpfigen Feldes. Auf Rang 25 kam Georgy Langer nach 41:26,9 Minuten, sie verfehlte sieben Scheiben. Den sechsten Rang erkämpfte sich Lilli Bultmann (VfL Bad Berleburg), die ebenfalls das Willinger Sportinternat besucht. Drei Scheiben blieben bei ihr schwarz und nach 35:41 Minuten überquerte sie die Ziellinie. Am Freitag im Sprint über sechs Kilometer kam Lilli Bultmann nach drei Fehlern und 21:46,8 Minuten auf Rang zehn. Teamkollegin Georgy Langer wurde nach 22:09,1 Minuten und einer Strafrunde 13., Marie Hubl musste fünf Mal in die Strafrunde abbiegen und überquerte die Ziellinie nach 22:45,5 Minuten als 17. und Lotta Kesper leiß ebenfalls fünf Scheiben stehen und wurde nach 22:47,7 Minuten 18.

Einen super Einzelwettkampf lieferte auch Marie Zeutschel ab: Über die 11,5 Kilometer sicherte sie sich nach 38:51,2 Minuten den Sieg der Juniorinnen – sie ließ lediglich beim letzten Anschlag eine Scheibe stehen. Beim Sprint am Freitag über 6,9 Kilometer verfehlte sie allerdings vier Scheiben und landete nach 25:25,3 Minuten auf dem elften Rang. Es gewann Mareike Braun. Ob Marie Zeutschel sich mit den Ergebnissen vom Notschrei einen Platz für die Europameisterschaft gesichert hat, die vom 17. bis 23. Januar im slowenischen Pokljuka stattfindet, stand gestern noch nicht fest. Ole-Einar Saure sicherte erreichte im Sprint der Jugend I über 6,9 Kilometer den zehnten Platz. Beim Liegendanschlag blieb der Usselner fehlerfrei, im Stehendanschlag blieben aber zwei Scheiben schwarz – dafür ging’s erst in die Strafrunde und nach 22:39,1 Minuten überquerte er dann die Ziellinie. Der Sieg ging an Jannis Dold, der ebenfalls zwei Fehler schoss. Im Einzel erwischte Ole-Einar Saure keinen guten Tag: Nach 48:21,6 Minuten und 13 Fehlern kam er auf Platz 20. Es gewann Moritz Rombach. Dank des guten Sprintergebnisses hat sich Ole-Einar Saure aber  genauso wie seine Teamkollegen für den nächsten Deutschlandpokal am 22. und 23. Januar in Oberhof qualifiziert, bei dem ein Sprint und ein Massenstart anstehen.

Bericht: F. Weiler
Bilder: M. Hubl