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Plätze vier und fünf für Michelle Göbel und Linus Kesper bei den EYOF Spielen in Finland

28.03.2022

Biathlon
Skisprung

Bei den EYOF-Spielen in Finlannd holten Linus Kesper und Michelle Göbel Top Ergebnisse. Linus Kesper vom SC Willingen ist mit einem Top-Ten-Platz in die Wettkämpfe gestartet. Der 19-jährige Athlet beendete den Sprint über 7,5 Kilometer im finnischen Vuokatti nach 21:10 Minuten auf Rang neun, drei Mal musste er in die Strafrunde abbiegen, und war damit bester deutscher Teilnehmer. Kesper fehlten im Ziel 1:12 Minuten auf Sieger Peter Hak aus Tschechien, der in beiden Schießeinheiten fehlerlos blieb. „Zum Rennen gibt’s gar nicht so viel zu sagen, ich bin sehr zufrieden mit der Laufleistung, das hat gut gepasst - auch mit den Strafrunden in den Beinen“, sagte der Willinger. Einen neunten Platz hatte er in einem internationalen Rennen nicht erwartet. Zwei Tage später sicherte er sich im Einzel über 12,5km einen tollen fünften Platz im 62-köpfigen Starterfeld. Seine Zeit: 37:43,5 Minuten. Im Ziel fehlten ihm lediglich 1:09 Minuten auf Sieger Lou Thievent aus Frankreich, der allerdings nur zwei Scheiben verfehlte. Somit war Linus Kesper erneut bester deutscher Teilnehmer, wie bereits am Dienstag im Sprint mit Rang neun. „Es war eine Achterbahn der Gefühle, bisher sind die Einzel diese Saison nicht gerade vom Feinsten gewesen. Und als ich beim ersten Liegendanschlag direkt mit drei Fehlern losgelegt habe, war die Laune im Keller“, sagt er.

Durch die guten Ergebnisse in Sprint und Einzel sicherte sich Linus Kesper direkt einen Startplatz für die Mixed-Staffel, die leider ganz knapp an der Medaille vorbei geschrammt ist. Das Team um Linus Kesper vom SC Willingen landete nach 4x6 Kilometern auf Rang vier. Im Ziel fehlten gerade einmal fünf Sekunden auf Rang drei, den sich die Polen schnappten (1:13:26,9 Stunden). Der Sieg ging an Frankreich (1:12:27,8 Stunden), auf Rang zwei landete die Mannschaft aus Tschechien. Als Startläuferin trat Charlotte Gallbronner an, die nach 20:12,1 Minuten als Zehnte an Teamkollegin Lea Zimmermann übergab. Zimmermann legte einen super Wettkampf hin und übergab als Erste an Linus Kesper. Der 19-Jährige kam im Liegendanschlag leider nicht mit den Nachladern aus und musste zusätzlich drei Strafrunden laufen, wodurch das Team kurzzeitig auf Rang neun zurückfiel. Aber Linus kämpfte sich nach und nach heran und übergab dann als Fünfter an Schlussläufer Leonhard Pfund, der sein Team noch einen weiteren Platz nach vorn brachte. Im Ziel stand eine Gesamtzeit von 1:13:31,9 Stunden.


In Finnland ist neben Linus Kesper aber noch eine weitere Sportlerin des SC Willingen am Start. Und bei Skispringerin Michelle Göbel läuft es ebenfalls prima.

Sie hatte im offiziellen Training auf der großen Schanze in Lahti einen starken Eindruck hinterlassen. Hinter Junioren-Weltmeisterin Nina Prevc (94,5+95,5/144,8) aus Slowenien belegte sie mit Weiten von 89,5 und 89 Meter sowie 117 Punkten den zweiten Platz. Dritte war Österreichs Junioren-Weltmeisterin im Mixed, Julia Mühlbacher (88+88/112,8).

Junioren-Weltmeisterin Nika Prevc (255,5) dominierte erwartungsgemäß mit 95 und 97 m auch die Skisprung-Entscheidung der Mädchen beim Europäischen Jugend-Olympia-Festival (EYOF) auf der HS100 Schanze in Lahti und holte vor der Norwegerin Nora Midtsundstadt (228,5/92+89,5) und der Österreicherin Julia Mühlbacher (221,5/90+87,5) überlegen die Goldmedaille. Die Willingerin Michelle Göbel, die im Training und der Probe immer unter den besten Drei rangierte und Medaillenhoffnungen geweckt hatte, kam mit 88,5 und 86,5 sowie 214,5 Punkten  hinter der Schweizerin Sina Arnet (221,0/ 87,5+90) auf Platz 5. Mit 88,5 m nach dem ersten Durchgang noch Vierte, reichten 86,5 m im Finale aber nicht mehr zu einem Medaillenrang.

Noch motiviert von der Bronze-Medaille im Mannschafts-Wettbewerb der Jungen ging das DSV- Quartett zum Abschluss des EYOF-Festivals in Lahti im Mixed an den Start. Am Ende mussten sie sich mit dem Olympia-Satz des Rennrodlers Felix Loch trösten: „Einer muss ja Vierter werden.“ Hinter Favorit Slowenien (913,0) und Österreich (897,0) wieder mit Jonas Schuster, dem Sohn des Ex-Bundestrainers Werner Schuster, schnappten überraend die Schweizer (857,0) mit 8,5 punkten Vorsprung den DSV-Adlern (844,5) die Bronzemedaille weg.
 
„Ich bin ziemlich enttäuscht. Zwei Mal knapp an einer Medaille vorbei, das tut schon echt weh, aber nützt ja nichts“, musste die Willingerin Michelle Göbel nach dem Wettkampf und ihrem fünften Rang im Einzel erst wieder aufgebaut werden. Dabei hatte sie mit 84 und 88 m sowie  206,5 Punkten und Noten um die 17, keineswegs enttäuscht. Lia Böhme 82+83,5,  Adrian Tittel 90+94m und Ben Bayer 88,5+86 blieben ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten, staunten aber allesamt nicht schlecht über die starken Eidgenossen. Immerhin nahmen die Skispringer zwei Bronzemedaillen aus Lahti mit nach Hause.
Blieb für Michelle Göbel der Trost aus der Heimat und der Rückblick auf „eine im Großen und Ganzen recht zufriedenstellende Saison“ mit der Bronzemedaille bei der Junioren-WM in Zakopane, Wettkämpfen vom Deutschland- über den Alpen-, Fis- und COC-Cup bis hin zur Weltcup-Qualifikation in Klingenthal.

Bericht: F.Weiler
Bilder: EYOF-Spiele