WM-Gold für Leyhe mit dem Team

25.02.2019

Skisprung

„Das war heute ein unglaublicher Tag! Unser ganzes Team hat eine unheimlich starke Leistung geboten. Auch meine Sprünge waren heute wieder deutlich besser als im Training“, freute sich HSV-Springer Stephan Leyhe über die Glückwünsche aus der Heimat.

Es war ein kleines Märchen für Stephan Leyhe: am Samstag im Einzelwettbewerb am Bergisel in Innsbruck mit dem Doppel-Triumph von Markus Eisenbichler und Karl Geiger war er nur Zuschauer. Als Olympiasieger Andreas Wellinger, sein Zimmerkamerad, nicht das Finale der besten 30 erreichte, bekam der Willinger Upland-Adler doch  noch seine Chance im Team. „Ich war schon nervös.. Ich konnte gestern in Ruhe zuschauen und mir noch einiges abschauen“, verriet der 27-Jährige, der beim überlegenen Sieg des DSV-Quartetts (987,5)  vor Österreich (930,9) und Japan (920,2) zusammen mit Karl Geiger (129+130) Richard Freitag (121+120) und Schlusspringer Markus Eisenbichler (128+128.5) die Erwartungen von Bundestrainer Werner Schuster mit 126 und 128 m voll erfüllte und am Ende über Gold jubeln durfte.

„Einfach nur geil“, waren sich die DSV-Adler einig und auch Wellinger feierte mit dem Team. „Es ist geil, was die Jungs abliefern. Die rocken das Ding“, hatte der Olympiasieger schon zur Pause gesagt. Und auch Bundestrainer Schuster, der diesen Titel am Ende seines Engegaments beim DSV zum ersten Mal mit seiner Truppe gewann, war einfach nur zufrieden. „Das war heute eine Flugshow vom ersten Sprung weg, Da bin ich sehr froh, dass ich dabei war. Der Titel bedeutet mir viel. Eigentlich passt dieser Titel richtig gut zu unserem Team. Denn auch der Ersatzmann Andreas Wellinger hat sich super verhalten.»,

Mit zwei Triumphen an den beiden ersten Wettkampf-Tagen haben die DSV-Adler um Eisenbichler Erinnerungen an die glorreichen Zeiten von Martin Schmitt und Sven Hannawald geweckt. Vergleichbare Erfolge im Männereinzel und Team gab es zuletzt 1999 in Ramsau und 2001 in Lahti, als sich Schmitt jeweils zum Einzel-Weltmeister krönte und das Quartett auch auf dem Weg zu Team-Gold anführte.

Die ungeliebte Rolle des Ersatzmannes, die vor einem Jahr bei Olympia in Südkorea noch Eisenbichler inne hatte, wurde diesmal Andreas Wellinger zuteil. Schlechte Laune verbreitete er aber nicht - im Gegenteil. „Es ist Scheiße, dass ich nicht dabei bin. Aber das hindert mich nicht dran, mit den Jungs zu feiern.“ Der Einzel-Olympiasieger hatte am Samstag mit Rang 32 enttäuscht und wurde danach von Zimmerkollege Leyhe ersetzt, der im Team mit starken Sprüngen auf 126 und 128,5 Meter aufwartete. Garant für den Erfolg waren vor allem Geiger, der im 2. Durchgang sogar 130 Meter weit sprang, und Eisenbichler mit Sätzen auf 128 und 128,5 Meter.

Beim Kult-Weltcup in Willingen hatten sich die DSV-Adler „frei gesprungen“. Am Bergisel gratulierten auch Vater Volker Leyhe, SCW-Präsident Jürgen Hensel und HSV-Vizepräsident Wilhelm Saure, nachdem sich die Fahrt zur WM nach Tirol am Ende doch noch auch für sie gelohnt hatte. Für die Skispringer gibt es in der kommenden Woche zwei weitere Chancen, dann auf der Normalschanze in Seefeld: Am Freitag (16.00 Uhr) wartet ein weiteres Einzel, am Samstag zur gleichen Zeit dürfen dann zwei Männer im Mixed-Wettbewerb mit zwei Frauen antreten. Auch dort gilt das DSV-Team als Favorit. Und auch Stephan Leyhe ist dann wieder im Geschäft.

Bericht: D. Schütz
Bild: www.skijumping.pl

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