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Partystimmung trotz Sturm: Leyhe holt zu Hause ersten Weltcup-Sieg

10.02.2020

Skisprung

Wer es bisher nicht geglaubt hat, wurde am Samstag in Willingen eines besseren belehrt: Märchen können tatsächlich wahr werden. Stephan Leyhe ist der neue König vom Mühlenkopf. Der Upland-Adler gewann ausgerechnet seinen allerersten Weltcup zum Jubiläum „25 Jahre Weltcup Willingen“  auf der größten Großschanze der Welt, „seiner“ Heimschanze, und räumte dabei gleich richtig ab. Sieg in der Qualifikation und 3.000 Preisgeld, Sieg im 49. Weltcupspringen in Willingen inklusive 100 Punkte und 10.000 Euro Preisgeld, Extrapämie von 25.000 Euro für die Gesamtwertung von „Willingen/5“, das nach der Absage des 50. Weltcups am Sonntag in nur drei Durchgängen entschieden wurde.

Ein Drehbuch, das einen Oskar verdient hätte. Die „Free Willis“, die über 1.400 freiwilligen Helfer des Ski-Clubs, kämpften im Jubel der 23.500 Zuschauer mit den Tränen oder heulten Rotz und Wasser. Niemand schämte sich seiner Tränen, alle freuten sich mit Stephan Leyhe und auch seine Konkurrenten von Karl Geiger über Kamil Stoch bis Stefan Kraft gönnten ihm seinen ersten Weltcup, noch dazu daheim. Und nicht nur Sven Hannawald zog den Hut vor dem 28-Jährigen: „Willingen ist einfach Willingen und mit dem Sieg von Stephan Leyhe war es ein Tag, den niemand vergessen wird. Auch ich nicht. Danke Stephan Leyhe!“

Damit schloss sich ein Kreis. Denn die erste Schanzen-Begegnung von „Hanni“ und Stephan war am Wochenende genau 17 Jahre her. Als Kinder-Reporter des «Tigerenten Clubs» hatte der damals elfjährige Leyhe mit einem Mikrofon bewaffnet die Aufgabe, die aktiven Sportler mit seinen Fragen zu löchern. An der Mühlenkopfschanze schnappte sich der skisprungbegeisterte Youngster dann keinen geringeren als Hannawald. «Was ist so toll am Skispringen?», fragte Leyhe damals. Der Olympiasieger und erstmalige Tournee-Vierfachsieger antwortete in aller Kürze: «Probier' es einfach mal aus.» Gesagt, getan! Ein großer Tag für Stephan Leyhe, ein großer Tag für den HSV sowie Willingen und Schwalefeld, der in einer langen Nacht an verschiedenen Orten gefeiert wurde. Epizentrum der Feierlichkeiten war wieder einmal die Küche im Hause Leyhe, die schon einige spontane Medaillenfeiern erlebt hatte.

Das Alles ließ die vom Krisenstab in voller Verantwortung für die Sicherheit aller entschiedene  Absage des Sonntag-Springens wegen Orkan Sabine leichter ertragen. Allerdings sollen sich am Sonntagmorgen, als viele Springer schon wieder abgereist waren, nicht wenige  „Free Willis“ in den Arm gezwick habent, um festzustellen, ob das alles wirklich wahr gewesen ist. Skispringen in Hessen ist allerdings nicht nur Stephan Leyhe, auch der Nachwuchs hatte ein erfolgreiches Wochenende: Beim Continental Cup in Brotterode belegte Michelle Göbel einen tollen fünften Platz, bei den deutschen Schülermeisterschaften in Berchtesgaden kam Janne Puk auf einen guten achten Platz. Robin Kloss belegte unter 58 Startern Platz 18.

Bericht und Bilder: Dieter Schütz


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